EHBS Ingenieure

Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz

Die Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung ist das zen­tra­le Ele­ment im betrieb­li­chen Arbeits­schutz. Sie ist die Grund­la­ge für ein sys­te­ma­ti­sches und erfolg­rei­ches Sicher­heits- und Gesund­heits­ma­nage­ment. Der orga­ni­sa­to­ri­sche Brand­schutz über­schnei­det sich in vie­len Punk­ten mit dem Bereich der Arbeits­si­cher­heit. Um in Detail­fra­gen des Brand­schut­zes die Gefähr­dun­gen fach­ge­recht beur­tei­len zu kön­nen, bedarfs es ent­spre­chen­der Kennt­nis­se im vor­beu­gen­den Brand­schutz.

Im Bereich des Brand­schut­zes sind ins­be­son­de­re Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen gesetz­lich ver­pflich­tend durch­zu­füh­ren, wenn es zu Abwei­chun­gen von den Vor­ga­ben der Arbeits­stät­ten­richt­li­ni­en kommt.

Arbeitsstättenrichtlinien

Die rele­van­tes­ten Arbeits­stät­ten­richt­li­ni­en, wel­che den Brand­schutz betref­fen sind:

  • ASR A1.3 – Sicher­heits- und Gesund­heits­schutz­kenn­zeich­nun­gen
  • ASR A2.2 – Maß­nah­men gegen Brän­de
  • ASR A2.3 – Flucht- und Ret­tungs­we­ge

Wer­den alle Vor­ga­ben der Arbeits­stät­ten­richt­li­ni­en umge­setzt so zählt die Unschulds­ver­mu­tung im Fal­le eines Scha­dens. Bei Abwei­chun­gen kommt es juris­tisch gese­hen zu einer Beweis­last­um­kehr für den Arbeit­ge­ber. Bei einem Scha­den muss der Arbeit­ge­ber nach­wei­sen, dass die getrof­fe­nen Maß­nah­men geeig­net waren, um die Sicher­heit und den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten.

In der Pra­xis kommt es bei fol­gen­den Punk­ten häu­fig zu Abwei­chun­gen, wel­che eine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung erfor­der­lich machen:

  • Ver­wen­dung “alter” Sym­bo­le für Feu­er­lö­scher und Ret­tungs­we­ge
  • Auf­schlag­rich­tung von “Flucht­tü­ren” ent­ge­gen der Flucht­rich­tung
  • feh­len­de Sicher­heits­be­leuch­tung in Arbeits­stät­ten
  • Mon­ta­ge­hö­he von Feu­er­lö­schern über 1,20m Griff­hö­he
  • und vie­les mehr

Wir helfen Ihnen

Doch auch wenn alle Vor­ga­ben der Richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten wer­den, sind Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen erfor­der­lich. So müs­sen bei­spiels­wei­se gemäß ASR A2.2 die Auf­stell­or­te der Feu­er­lö­scher hin­sicht­lich gefähr­den­der Ein­flüs­se auf die Gerä­te, bei­spiels­wei­se durch Wit­te­rungs­ein­flüs­se, UV-Strah­lung, Erschüt­te­run­gen, etc., bewer­tet wer­den.

Der Arbeit­ge­ber kann die Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung selbst durch­füh­ren oder ande­re fach­kun­di­ge Per­so­nen, zum Bei­spiel Sicher­heits­fach­kräf­te oder Brand­schutz­be­auf­trag­te, beauf­tra­gen. Die Ver­ant­wor­tung für die Durch­füh­rung der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und die Umset­zung der Ergeb­nis­se ver­blei­ben beim Arbeit­ge­ber. Daher soll­ten ins­be­son­de­re Abwei­chun­gen von den Arbeits­stät­ten­richt­li­ni­en aus­führ­lich begrün­det wer­den.

Ger­ne bie­ten wir Ihnen unse­re Unter­stüt­zung bei der Durch­füh­rung der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung an.